engst.FOTOGRAFIE Insider - März 2026

Neues Jahr, neues Glück. Dieses Jahr geht in die Vollen und hält jede Menge Fotografie bereit.

Themen in dieser Ausgabe

“Harz Trails” ist da

Manchmal entsteht ein Buch nicht am Schreibtisch, sondern draußen: zwischen Fels und Wald, auf schmalen Pfaden, im Nebel am Morgen und in der blauen Stunde, wenn der Harz leise wird. Genau so ist „Harz Trails – eine Reise durch den Ostharz“ entstanden – und ich freue mich riesig, dir heute sagen zu können: Das Buch ist veröffentlicht.

In diesem Band nehme ich dich mit zu den schönsten Ecken des Ostharzes – zu Orten, die man oft nur findet, wenn man langsam geht, genau hinsieht und sich Zeit nimmt. Dich erwarten ausgewählte Fotomotive, stimmungsvolle Bildstrecken und Texte, die nicht nur „wo“ zeigen, sondern auch „warum“: Warum dieses Licht, warum dieser Blickwinkel, warum genau hier kurz stehen bleiben.

Für wen ist das Buch gedacht?
Für alle, die den Harz lieben – und für jeden, der ihn neu entdecken will. Für Wanderer, Genießer, Heimatfreunde und natürlich für Fotografen, die Lust auf frische Ideen, Perspektiven und echte Orte haben, die sich lohnen.

Wenn du den Ostharz nicht nur besuchen, sondern wirklich erleben willst – dann ist dieses Buch dein Begleiter. Die interaktiven Karten und GPS-Wanderrouten lassen dich noch tiefer in den Harz eintauchen.

„Harz Trails – eine Reise durch den Ostharz“
Jetzt erhältlich – alle Infos (und Bestellmöglichkeiten) findest du hier:

Viel Freude beim Entdecken – und vielleicht sehen wir uns ja draußen auf einem der Trails.

Zum Schluss habe ich noch einen Veranstaltungshinweis für euch. Am 28. März 2026,
14 Uhr stelle ich in der Thalia Buchhandlung Bernburg (Saale) mein Buch “Harz Trails - eine Reise durch den Ostharz” im Rahmen einer Lesung vor. Ich plaudere aus dem Nähkästchen zur Entstehung des Buches, verrate ein paar Anekdoten zur Fotografie im Harz und stehe für Fragen zur Verfügung. Ich freue mich auf einen angeregten Austausch sowie auf eine schöne Veranstaltung mit euch. Die Veranstaltung dauert ca. 60-90 Minuten, ist kostenlos und eine Anmeldung nicht zwingend erforderlich.

Meine Foto-Workshops in 2026

Raus aus dem Alltag, rein ins Erlebnis Fotografie: In meinen Workshops geht es nicht nur um Knöpfe, Menüs und Technik. Es geht darum, Motive wirklich zu sehen, Licht zu lesen und Bilder bewusst zu gestalten. Nach dem Motto 20 % Technik – 80 % Sehen, Fühlen und Gestalten begleite ich dich praxisnah, verständlich und mit viel Raum für deine Fragen. Durch kleine Gruppen mit maximal 6 Teilnehmern bleibt es intensiv, persönlich und du bekommst genau die Unterstützung, die du brauchst.

Workshop 1: Tierfotografie im Zoo Leipzig

Tauche ein in die faszinierende Welt der Tierfotografie und lerne, Tiere respektvoll und wirkungsvoll in Szene zu setzen – vom kleinen Detail bis zum beeindruckenden Porträt großer Tiere. Wir arbeiten an Technik, Bildgestaltung und dem richtigen Timing, damit du aus schwierigen Situationen starke Ergebnisse herausholst.

Inhalte, die dich weiterbringen:

  • Grundlagen der Zoo- und Tierfotografie

  • Perspektiven, die den Tieren gerecht werden

  • Strategien bei schwierigen Lichtverhältnissen und Spiegelungen

  • Empfehlungen zur passenden Kameraausrüstung

  • Bildaufbau, Schärfesetzung und Motivführung

  • Umfangreicher Praxisteil direkt im Zoo

Besonderheiten:

  • 10 % Rabatt auf Produkte im engst.Shop für alle Teilnehmer

Workshop 2: Quedlinburg fotografieren – Welterbe mit Charakter

Begleite mich nach Quedlinburg und entdecke eine der fotogensten Städte im Harz mit der Kamera in der Hand: über 1.000 Fachwerkhäuser, enge Gassen, lebendige Plätze und das Schloss auf dem Stiftsberg mit seinem Panoramablick. In einem intensiven Workshoptag (rund 8 Stunden) verbinden wir Kamerapraxis mit Street Photography und emotionaler Bildgestaltung – und nehmen uns Zeit, wirklich hinzuschauen.

Das erwartet dich:

  • Kameratechnik sicher anwenden und kreativ einsetzen

  • Schnell zur passenden Belichtung finden

  • Brennweiten gezielt nutzen: Weitwinkel bis Tele

  • Langzeitbelichtung auf Straßen und Plätzen (ND-Filter optional)

  • Stimmungen verstärken mit Polfilter (optional)

  • Bildkomposition, Perspektive, Tiefe und klare Bildaussagen

  • Linien, Strukturen, Details, Spiegelungen und „versteckte“ Motive entdecken

  • Licht und Farben verstehen und kreativ einsetzen

Besonderheiten:

  • 10 % Rabatt auf Produkte im engst.Shop für alle Teilnehmer

Workshop 3: Tagesworkshop „Wasserfälle im Ilsetal“ – Landschaftsfotografie im Harz

Du willst Wasser fotografieren, das weich fließt, dynamisch wirkt oder ganz ruhig wird? Dann ist dieser Workshop im Raum Ilsenburg genau richtig. Hier lernst du Langzeitbelichtung von Grund auf, den sinnvollen Einsatz von Filtern (CPL, ND, GND) und wirkungsvolle Bildgestaltung – ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene. Alles 100 % praxisnah, direkt draußen an den Spots.

Workshop-Details:

  • Datum & Dauer: 12.10.2025, ca. 8 Stunden

  • Ort: Harz, Raum Ilsenburg

  • Teilnehmer: Einsteiger & Fortgeschrittene

  • Teilnehmerzahl: mindestens 6 Personen, max. 6 (Anreise im eigenen PKW)

  • Voraussetzungen: Kamera mit M-Modus, stabiles Stativ, optional Filter (leihweise gegen Kaution möglich)

Ausrüstungsempfehlung:

  • DSLR oder Systemkamera mit M-Modus

  • Weitwinkel oder Reisezoom

  • Stabiles Stativ (idealerweise ohne Mittelsäule)

  • Genügend Akkus und Speicherkarten

  • Filter optional (CPL/ND/GND), vor Ort ggf. leihbar

Tagesablauf (Auszug):

  • 09:00 Uhr Begrüßung & Einführung (Landschaft, Filtertechnik)

  • Praxis-Session: Langzeitbelichtung, Perspektive, Bildkomposition

  • Erfahrungsaustausch & individuelle Bildbesprechung

  • Tipps zur Smartphone-Bildbearbeitung in Lightroom

  • Gemeinsamer Abschluss am Nachmittag

Besonderheiten:

  • 10 % Rabatt auf Produkte im engst.Shop für alle Teilnehmer

  • Spots sind nicht rollstuhlgerecht

  • Festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung empfohlen

Workshop 4 - die Fotowerkstatt (in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Bernburg)

In der Fotowerkstatt hast du die Möglichkeit, Neues zu lernen, zu experimentieren und bekanntes Wissen zu vertiefen. Im Kurs erhältst du Grundwissen für die Fotografie und die Bildbearbeitung am Rechner. Dieser Kurs ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Du kannst von den praktischen Erfahrungen der anderen Teilnehmenden profitieren.

Ich werde neben der Vermittlung von theoretischem Fachwissen und praktischer Anleitung den Kursinhalt entsprechend deinen Wünschen gestalten. An zwei Kurstagen lernst du die wesentlichen Funktionen deiner Kamera kennen und erwirbst das Grundwissen der Digitalfotografie. Du wirst „alte“ Motive neu entdecken und das erworbene Wissen sofort anwenden. So sind Resultate direkt sichtbar und etwaige Fehler lassen sich umgehend korrigieren. Im Kurs wirst du deine Bilder genauer ansehen und mit fachlicher Unterstützung und Beratung weitere Einstellungsmöglichkeiten kennenlernen.

Am dritten Kurstag werden die Bilder mit der Hard- und Software der KVHS bearbeitet. Der Kursleiter zeigt dir die Grundlagen der Bildbearbeitung mit dem Anwenderprogramm „Dark Table“ auf eine unterhaltsame und leicht verständliche Art und Weise. Du wirst viel üben und schnell die Benutzeroberfläche und die Werkzeuge bedienen können.

Am Ende des Kurses kannst du deine Kamera viel effektiver einsetzen und eine bessere Qualität deiner Fotos erzielen. Du hast den Blick für ein spannendes Motiv und kannst die Wirkung des Bildes durch eine optimale Bildkomposition wesentlich verbessern. Durch die Arbeit mit dem Anwenderprogramm verfügst du über die Grundlagen für anspruchsvollere Anwenderprogramme, zum Beispiel Adobe Photoshop Lightroom.

Fotografieren ist viel mehr als auf den Auslöser drücken und ein Motiv „festzuhalten“. Mach aus deinen Fotos etwas ganz Besonderes.

Deine Kamera muss über einen manuellen Modus verfügen. Der Kurs ist nicht geeignet für Aufnahmen mit dem Smartphone. Ein eigenes Stativ wäre von Vorteil.

Wenn du Lust hast, deine Fotografie spürbar voranzubringen – mit klaren Aha-Momenten, ehrlichem Feedback und einem Tag voller Motive – dann sind diese Workshops genau dein Ding.

Einladung zum gemeinsamen Fotowalk auf den Brocken

Am 25.07.2026 geht’s gemeinsam hoch hinaus: Ich lade alle Fotofreunde zu einem entspannten Fotowalk auf den Brocken (1.141 m) ein – ganz egal ob Hobbyfotograf oder Profi, Einsteiger oder Experte. Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Naturerlebnis, gute Gespräche und natürlich das Fotografieren – ohne Druck, ohne „Workshop-Charakter“, einfach als gemeinsames Wandern mit Kamera.

Die Teilnahme ist kostenlos. Jeder ist Selbstzahler und übernimmt, was er vor Ort verbraucht (z. B. Kaffee, Essen). Wir starten morgens in Schierke, steigen zusammen auf, fotografieren auf der Brockenkuppe nach Lust und Laune und wer möchte, bleibt bis zum Sonnenuntergang und steigt anschließend wieder ab.

Ablauf

  • 09:00 Uhr Treffen in Schierke am Hotel Brockenscheideck, kurzes Kennenlernen bei einer Tasse Kaffee

  • 10:00 Uhr Gemeinsamer Aufstieg auf den Brocken

  • ca. 13:00 Uhr Ankunft auf der Brockenkuppe

  • Ab dann: fotografieren, austauschen, entspannen – solange wir Lust haben

  • ca. 21:15 Uhr Sonnenuntergang fotografieren und danach Abstieg (für die verwegenen Teilnehmer)

Hinweise

  • Denkt an wettergerechte Kleidung (Brockenwetter kann schnell umschlagen).

  • Private Teilnahme auf eigene Verantwortung (Eigenverantwortung der Teilnehmer).

  • Der Walk kann wetterbedingt kurzfristig umgeplant oder abgesagt werden.

  • Das ist keine offizielle Veranstaltung, sondern ein gemeinsames Wandern.

Damit ich den Fotowalk etwas planen kann, bitte ich euch um eine (unverbindliche) Anmeldung. Ich freue. mich auf euch und wer weiß, vielleicht wird das ja etwas regelmäßiges.

Streulichtblende - unnützes Gimmick oder wichtiges Helferlein?

Wer mehrere hundert oder gar tausend Euro in ein Objektiv investiert, sollte bei einem Zubehörteil nicht sparen: der Streulichtblende. Sie wirkt unscheinbar, ist leicht, kostet vergleichsweise wenig – und wird trotzdem erstaunlich oft weggelassen. Dabei entscheidet sie nicht selten über Kontrast, Brillanz und sogar die Sicherheit der Frontlinse.

Gerade in der Landschafts-, Architektur- und Outdoorfotografie – also genau in den Bereichen, in denen ich selbst im Harz oder rund um Bernburg unterwegs bin – gehört sie für mich zur Grundausstattung.

Was macht eine Streulichtblende überhaupt?

Die Streulichtblende (engl. Lens Hood) verhindert, dass seitlich einfallendes Licht auf die Frontlinse trifft. Dieses sogenannte Streulicht führt zu:

  • Kontrastverlust

  • flauen Farben

  • Lens Flares

  • Ghosting

  • vermindertem Mikrokontrast

Besonders kritisch wird es bei tief stehender Sonne – also genau dann, wenn wir eigentlich fotografieren wollen: Goldene Stunde, Blaue Stunde, Winterlicht im Harz, Gegenlicht an der Rappbodetalsperre oder am Brocken.

Die Vorteile – warum ich fast nie ohne fotografiere

1. Mehr Kontrast und sattere Farben

Die Streulichtblende blockiert seitlich einfallendes Licht, das sonst das Bild „auswäscht“. Gerade bei Architektur mit klaren Linien oder bei Waldszenen mit viel Licht-Schatten-Spiel sieht man den Unterschied sofort.

2. Weniger Flares (wenn sie nicht gewollt sind)

Flares können kreativ sein – aber oft sind sie einfach störend. Die Blende reduziert unkontrollierte Reflexionen deutlich.

3. Schutz der Frontlinse

Ganz ehrlich: Das ist für mich ein riesiger Punkt.

  • Ast im Wald

  • Fels beim Klettern zur Steinerne Renne

  • Rempler im Gedränge

  • Tropfen bei Wasserfällen

Die Blende fängt vieles ab, bevor es teuer wird.

4. Besser bei Regen und Schnee

Sie hält Tropfen etwas von der Frontlinse fern – kein vollständiger Schutz, aber hilfreich.

Die Nachteile – ja, die gibt es auch

1. Mehr Volumen im Rucksack

Als jemand, der regelmäßig Fotorucksäcke testet und optimiert, weiß ich: Platz ist kostbar. Bei Weitwinkelobjektiven sind die Blenden teilweise sperrig.

2. Vignettierung bei falscher Kombination

Falsche oder universelle Blenden können ins Bild ragen – besonders bei Ultraweitwinkel.

3. Windanfälligkeit bei Drohne oder leichten Setups

Bei sehr leichten Setups kann eine große Blende Windangriffsfläche bieten.

4. Kreative Einschränkung bei gewollten Flares

Wenn du bewusst mit Sonne im Bild arbeitest, kann die Blende den Effekt reduzieren. Dann nehme ich sie gezielt ab.

Wann ist eine Streulichtblende besonders sinnvoll?

Landschaftsfotografie

Im Harz mit tief stehender Sonne durch Baumkronen? Unbedingt.
Gerade bei Nebel oder Streiflicht steigert sie sichtbar den Kontrast.

Architektur

Reflexionen auf Glasflächen werden kontrollierbarer. Linien wirken klarer.

Wasserfälle & Langzeitbelichtungen

Feuchtigkeit + seitliches Licht = Kontrastverlust. Hier zahlt sich die Blende doppelt aus.

Street & Reportage

Hier kann sie sogar als physischer „Abstandshalter“ wirken – Menschen kommen der Frontlinse weniger nahe.

Wann kann man sie bewusst weglassen?

  • Bei gezieltem Gegenlicht mit starken Sonnensternen

  • Für maximale Kompaktheit beim Reisen

  • Bei sehr kontrollierten Studio-Setups

Aber: Weglassen sollte eine bewusste Entscheidung sein – nicht Gewohnheit.

Mein Fazit

Die Streulichtblende ist kein optionales Gimmick. Sie ist Teil des Objektivdesigns. Ingenieure berechnen sie exakt für Brennweite und Bildwinkel. Wer sie nicht nutzt, verzichtet bewusst auf Bildqualität und Schutz.

Gerade wenn du wie ich viel draußen fotografierst – im Wald, an Wasserfällen, auf Bergen – gehört sie für mich zur Selbstverständlichkeit.

Mein Rat:
Gewöhne dir an, sie standardmäßig zu montieren.
Nimm sie nur ab, wenn du einen klaren gestalterischen Grund dafür hast.Die Streulichtblende (engl. Lens Hood) verhindert, dass seitlich einfallendes Licht auf die Frontlinse trifft. Dieses sogenannte Streulicht führt zu:

  • Kontrastverlust

  • flauen Farben

  • Lens Flares

  • Ghosting

  • vermindertem Mikrokontrast

Besonders kritisch wird es bei tief stehender Sonne – also genau dann, wenn wir eigentlich fotografieren wollen: Goldene Stunde, Blaue Stunde, Winterlicht im Harz, Gegenlicht an der Rappbodetalsperre oder am Brocken.

Die Vorteile – warum ich fast nie ohne fotografiere

1. Mehr Kontrast und sattere Farben

Die Streulichtblende blockiert seitlich einfallendes Licht, das sonst das Bild „auswäscht“. Gerade bei Architektur mit klaren Linien oder bei Waldszenen mit viel Licht-Schatten-Spiel sieht man den Unterschied sofort.

2. Weniger Flares (wenn sie nicht gewollt sind)

Flares können kreativ sein – aber oft sind sie einfach störend. Die Blende reduziert unkontrollierte Reflexionen deutlich.

3. Schutz der Frontlinse

Ganz ehrlich: Das ist für mich ein riesiger Punkt.

  • Ast im Wald

  • Fels beim Klettern zur Steinerne Renne

  • Rempler im Gedränge

  • Tropfen bei Wasserfällen

Die Blende fängt vieles ab, bevor es teuer wird.

4. Besser bei Regen und Schnee

Sie hält Tropfen etwas von der Frontlinse fern – kein vollständiger Schutz, aber hilfreich.

Die Nachteile – ja, die gibt es auch

1. Mehr Volumen im Rucksack

Als jemand, der regelmäßig Fotorucksäcke testet und optimiert, weiß ich: Platz ist kostbar. Bei Weitwinkelobjektiven sind die Blenden teilweise sperrig.

2. Vignettierung bei falscher Kombination

Falsche oder universelle Blenden können ins Bild ragen – besonders bei Ultraweitwinkel.

3. Windanfälligkeit bei Drohne oder leichten Setups

Bei sehr leichten Setups kann eine große Blende Windangriffsfläche bieten.

4. Kreative Einschränkung bei gewollten Flares

Wenn du bewusst mit Sonne im Bild arbeitest, kann die Blende den Effekt reduzieren. Dann nehme ich sie gezielt ab.

Wann ist eine Streulichtblende besonders sinnvoll?

Landschaftsfotografie

Im Harz mit tief stehender Sonne durch Baumkronen? Unbedingt.
Gerade bei Nebel oder Streiflicht steigert sie sichtbar den Kontrast.

Architektur

Reflexionen auf Glasflächen werden kontrollierbarer. Linien wirken klarer.

Wasserfälle & Langzeitbelichtungen

Feuchtigkeit + seitliches Licht = Kontrastverlust. Hier zahlt sich die Blende doppelt aus.

Street & Reportage

Hier kann sie sogar als physischer „Abstandshalter“ wirken – Menschen kommen der Frontlinse weniger nahe.

Wann kann man sie bewusst weglassen?

  • Bei gezieltem Gegenlicht mit starken Sonnensternen

  • Für maximale Kompaktheit beim Reisen

  • Bei sehr kontrollierten Studio-Setups

Aber: Weglassen sollte eine bewusste Entscheidung sein – nicht Gewohnheit.

Mein Fazit

Die Streulichtblende ist kein optionales Gimmick. Sie ist Teil des Objektivdesigns. Ingenieure berechnen sie exakt für Brennweite und Bildwinkel. Wer sie nicht nutzt, verzichtet bewusst auf Bildqualität und Schutz.

Gerade wenn du wie ich viel draußen fotografierst – im Wald, an Wasserfällen, auf Bergen – gehört sie für mich zur Selbstverständlichkeit.

Mein Rat:
Gewöhne dir an, sie standardmäßig zu montieren.
Nimm sie nur ab, wenn du einen klaren gestalterischen Grund dafür hast.

Alles eine Frage der Haltung - stabiler Stand für scharfe Fotos

Scharfe Bilder beginnen bei der Haltung

Unschärfe entsteht oft nicht durch falsche Einstellungen, sondern durch winzige Bewegungen beim Auslösen. Eine stabile Kamerahaltung reduziert Verwackler, entlastet die Arme und sorgt dafür, dass der Autofokus und die Verschlusszeit ihr Potenzial ausspielen können.

Der stabile Grundstand

Eine ruhige Kamera braucht einen ruhigen Körper.

So steht man stabil:

  • Füße schulterbreit, ein Fuß minimal vor dem anderen.

  • Gewicht gleichmäßig verteilt, Knie leicht locker.

  • Oberkörper aufrecht, Schultern entspannt.

  • Wenn möglich anlehnen, Wand, Baum, Geländer.

Fotograf steht stabil, Füße schulterbreit, Ellenbogen am Körper, Kamera am Auge.

Typische Fehler:

  • Füße eng zusammen, wackeliger Stand.

  • Oberkörper nach hinten gelehnt, Spannung im Rücken.

  • Auf Zehenspitzen fotografieren, besonders bei People und Street ein Unschärfeklassiker.

Kamera wie ein Smartphone nach vorn gehalten, Arme lang, wackeliger Stand.

Der richtige Griff: Zwei Hände, zwei Aufgaben

Eine Hand steuert, die andere trägt.

Rechte Hand, Steuerhand

  • Griff fest, aber nicht verkrampft.

  • Zeigefinger liegt locker auf dem Auslöser, nicht von oben drücken wie ein Stempel.

  • Daumen stabilisiert hinten, ideal am Daumenrad oder der Daumenmulde.

  • Handgelenk gerade, nicht nach außen geknickt.

Close up auf Hände, linke Handfläche unter dem Objektiv, rechte Hand am Griff, Zeigefinger locker am Auslöser.

Linke Hand, Tragehand

  • Linke Handfläche unter das Objektiv, möglichst nah am Schwerpunkt.

  • Finger umschließen den Tubus von unten, so kann auch sicher gezoomt und fokussiert werden.

  • Ellenbogen der linken Seite an den Körper ziehen, das ist der wichtigste Stabilitätshebel.

Merksatz: Rechts bedienen, links tragen.

Ellenbogen rein, Kamera ran

Je näher die Kamera am Körper, desto weniger Hebelwirkung und desto stabiler das System.

  • Beide Ellenbogen Richtung Rippen.

  • Sucher an die Stirn, nicht die Kamera vor das Gesicht halten.

  • Wenn über Display fotografiert wird: Kamera trotzdem nah an den Körper, statt mit ausgestreckten Armen.

Typische Fehler:

  • Arme nach vorn gestreckt, als wäre die Kamera ein Handy.

  • Nur eine Hand an der Kamera, die linke Hand hängt irgendwo in der Luft.

Linke Hand klemmt seitlich am Objektiv, kein Tragepunkt, rechte Hand verkrampft.

Auslösen ohne Wackler

Viele verwackeln genau in dem Moment, in dem sie drücken.

So bleibt es ruhig:

  • Auslöser sanft drücken, nicht stoßen.

  • Atmung nutzen: ausatmen, kurz halten, auslösen.

  • Serienbild mit kurzer Sequenz kann helfen, oft ist das zweite oder dritte Bild am ruhigsten.

Kameragurt als Stabilisierungstrick

Ein Gurt ist nicht nur Transportsicherung, sondern ein echtes Stabilisierungstool.

Technik mit Zug

  • Gurt um den Nacken oder besser diagonal über Schulter.

  • Kamera leicht nach vorn drücken, bis der Gurt unter Spannung steht.

  • Das erzeugt einen dritten Stabilisierungspunkt.

Fehler: Kamera leicht nach vorn gedrückt, Gurt diagonal über Schulter, sichtbar unter Zug.

Zusatzstützen, die sofort helfen

  • Knie abstützen: In die Hocke, Ellenbogen aufs Knie, sehr stabil.

  • Bodennahe Perspektive: Ein Knie am Boden, Ellbogen auf dem anderen Knie.

  • Anlehnen: Schulter oder Rücken an feste Fläche, Kamera ruhig halten.

  • Improvisiertes Stativ: Kamera auf Mauer, Geländer oder Rucksack ablegen.

Fotograf in der Hocke, Ellenbogen auf Knie abgestützt, stabiler Low Angle Shot.

Mini Checkliste vor dem Auslösen

  • Füße stabil, Schulter locker

  • Linke Hand unter dem Objektiv

  • Ellenbogen am Körper

  • Sucher an der Stirn oder Kamera nah am Körper

  • Sanft auslösen, nicht drücken

Damit endet auch schon wieder diese Ausgabe des Newsletters im neuen Jahr. Aber keine Sorge, ein neues Jahr voller fotografischer Erlebnisse liegt vor uns und ich freue mich darauf, es mit euch zu erkunden.

Allzeit gutes Licht und immer spannende Motive vor der Kamera wüscht,

Thomas