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engst.FOTOGRAFIE Insider - Januar 2026
Neues Jahr, neues Glück. Dieses Jahr geht in die Vollen und hält jede Menge Fotografie bereit.

Schloss Bernburg im Winter
Themen in dieser Ausgabe
Und wieder beginnt ein Jahr
Ein neues Jahr liegt vor uns wie ein unberührtes Bild: viel Raum, viele Möglichkeiten, und am Ende entscheidet der Blick fürs Wesentliche. Ich wünsche euch für 2026 vor allem gutes Licht, offene Augen für die kleinen Momente und den Mut, auch mal neue Perspektiven zu wagen.
Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, ein fotografisches Ziel zu setzen: öfter rausgehen, bewusster sehen, ein Projekt starten oder einfach wieder mehr Freude am Fotografieren finden. Und wenn mal nicht alles perfekt sitzt: Die besten Bilder entstehen oft genau dann, wenn man loslässt und den Moment arbeiten lässt.
Danke, dass ihr meinen Newsletter lest, meine Projekte begleitet und meine Arbeit unterstützt. Ich freue mich auf ein Jahr voller spannender Motive, neuer Geschichten und gemeinsamer Inspiration.
Ich wünsche euch einen guten Start – und bleibt neugierig.
Meine Foto-Workshops in 2026
Raus aus dem Alltag, rein ins Erlebnis Fotografie: In meinen Workshops geht es nicht nur um Knöpfe, Menüs und Technik. Es geht darum, Motive wirklich zu sehen, Licht zu lesen und Bilder bewusst zu gestalten. Nach dem Motto 20 % Technik – 80 % Sehen, Fühlen und Gestalten begleite ich dich praxisnah, verständlich und mit viel Raum für deine Fragen. Durch kleine Gruppen mit maximal 6 Teilnehmern bleibt es intensiv, persönlich und du bekommst genau die Unterstützung, die du brauchst.
Workshop 1: Tierfotografie im Zoo Leipzig
Tauche ein in die faszinierende Welt der Tierfotografie und lerne, Tiere respektvoll und wirkungsvoll in Szene zu setzen – vom kleinen Detail bis zum beeindruckenden Porträt großer Tiere. Wir arbeiten an Technik, Bildgestaltung und dem richtigen Timing, damit du aus schwierigen Situationen starke Ergebnisse herausholst.
Inhalte, die dich weiterbringen:
Grundlagen der Zoo- und Tierfotografie
Perspektiven, die den Tieren gerecht werden
Strategien bei schwierigen Lichtverhältnissen und Spiegelungen
Empfehlungen zur passenden Kameraausrüstung
Bildaufbau, Schärfesetzung und Motivführung
Umfangreicher Praxisteil direkt im Zoo
Besonderheiten:
10 % Rabatt auf Produkte im engst.Shop für alle Teilnehmer
Workshop 2: Quedlinburg fotografieren – Welterbe mit Charakter
Begleite mich nach Quedlinburg und entdecke eine der fotogensten Städte im Harz mit der Kamera in der Hand: über 1.000 Fachwerkhäuser, enge Gassen, lebendige Plätze und das Schloss auf dem Stiftsberg mit seinem Panoramablick. In einem intensiven Workshoptag (rund 8 Stunden) verbinden wir Kamerapraxis mit Street Photography und emotionaler Bildgestaltung – und nehmen uns Zeit, wirklich hinzuschauen.
Das erwartet dich:
Kameratechnik sicher anwenden und kreativ einsetzen
Schnell zur passenden Belichtung finden
Brennweiten gezielt nutzen: Weitwinkel bis Tele
Langzeitbelichtung auf Straßen und Plätzen (ND-Filter optional)
Stimmungen verstärken mit Polfilter (optional)
Bildkomposition, Perspektive, Tiefe und klare Bildaussagen
Linien, Strukturen, Details, Spiegelungen und „versteckte“ Motive entdecken
Licht und Farben verstehen und kreativ einsetzen
Besonderheiten:
10 % Rabatt auf Produkte im engst.Shop für alle Teilnehmer
Workshop 3: Tagesworkshop „Wasserfälle im Ilsetal“ – Landschaftsfotografie im Harz
Du willst Wasser fotografieren, das weich fließt, dynamisch wirkt oder ganz ruhig wird? Dann ist dieser Workshop im Raum Ilsenburg genau richtig. Hier lernst du Langzeitbelichtung von Grund auf, den sinnvollen Einsatz von Filtern (CPL, ND, GND) und wirkungsvolle Bildgestaltung – ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene. Alles 100 % praxisnah, direkt draußen an den Spots.
Workshop-Details:
Datum & Dauer: 12.10.2025, ca. 8 Stunden
Ort: Harz, Raum Ilsenburg
Teilnehmer: Einsteiger & Fortgeschrittene
Teilnehmerzahl: mindestens 6 Personen, max. 6 (Anreise im eigenen PKW)
Voraussetzungen: Kamera mit M-Modus, stabiles Stativ, optional Filter (leihweise gegen Kaution möglich)
Ausrüstungsempfehlung:
DSLR oder Systemkamera mit M-Modus
Weitwinkel oder Reisezoom
Stabiles Stativ (idealerweise ohne Mittelsäule)
Genügend Akkus und Speicherkarten
Filter optional (CPL/ND/GND), vor Ort ggf. leihbar
Tagesablauf (Auszug):
09:00 Uhr Begrüßung & Einführung (Landschaft, Filtertechnik)
Praxis-Session: Langzeitbelichtung, Perspektive, Bildkomposition
Erfahrungsaustausch & individuelle Bildbesprechung
Tipps zur Smartphone-Bildbearbeitung in Lightroom
Gemeinsamer Abschluss am Nachmittag
Besonderheiten:
10 % Rabatt auf Produkte im engst.Shop für alle Teilnehmer
Spots sind nicht rollstuhlgerecht
Festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung empfohlen
Workshop 4 - die Fotowerkstatt (in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Bernburg)
In der Fotowerkstatt hast du die Möglichkeit, Neues zu lernen, zu experimentieren und bekanntes Wissen zu vertiefen. Im Kurs erhältst du Grundwissen für die Fotografie und die Bildbearbeitung am Rechner. Dieser Kurs ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Du kannst von den praktischen Erfahrungen der anderen Teilnehmenden profitieren.
Ich werde neben der Vermittlung von theoretischem Fachwissen und praktischer Anleitung den Kursinhalt entsprechend deinen Wünschen gestalten. An zwei Kurstagen lernst du die wesentlichen Funktionen deiner Kamera kennen und erwirbst das Grundwissen der Digitalfotografie. Du wirst „alte“ Motive neu entdecken und das erworbene Wissen sofort anwenden. So sind Resultate direkt sichtbar und etwaige Fehler lassen sich umgehend korrigieren. Im Kurs wirst du deine Bilder genauer ansehen und mit fachlicher Unterstützung und Beratung weitere Einstellungsmöglichkeiten kennenlernen.
Am dritten Kurstag werden die Bilder mit der Hard- und Software der KVHS bearbeitet. Der Kursleiter zeigt dir die Grundlagen der Bildbearbeitung mit dem Anwenderprogramm „Dark Table“ auf eine unterhaltsame und leicht verständliche Art und Weise. Du wirst viel üben und schnell die Benutzeroberfläche und die Werkzeuge bedienen können.
Am Ende des Kurses kannst du deine Kamera viel effektiver einsetzen und eine bessere Qualität deiner Fotos erzielen. Du hast den Blick für ein spannendes Motiv und kannst die Wirkung des Bildes durch eine optimale Bildkomposition wesentlich verbessern. Durch die Arbeit mit dem Anwenderprogramm verfügst du über die Grundlagen für anspruchsvollere Anwenderprogramme, zum Beispiel Adobe Photoshop Lightroom.
Fotografieren ist viel mehr als auf den Auslöser drücken und ein Motiv „festzuhalten“. Mach aus deinen Fotos etwas ganz Besonderes.
Deine Kamera muss über einen manuellen Modus verfügen. Der Kurs ist nicht geeignet für Aufnahmen mit dem Smartphone. Ein eigenes Stativ wäre von Vorteil.
Wenn du Lust hast, deine Fotografie spürbar voranzubringen – mit klaren Aha-Momenten, ehrlichem Feedback und einem Tag voller Motive – dann sind diese Workshops genau dein Ding.

Gefrorene Seifenblasen fotografieren: Magie im Kleinen
Gefrorene Seifenblasen gehören zu diesen Wintermotiven, bei denen man jedes Mal denkt: „Das kann doch nicht echt sein.“ Und genau das macht sie so stark. In Sekunden entsteht eine feine Kristallwelt aus Mustern, Linien und „Farnen“, die sich über die schillernde Oberfläche schiebt. Das Beste: Du brauchst kein exotisches Equipment, nur etwas Geduld, Kälte und einen sauberen Ablauf.
Damit du beim nächsten Frost nicht planlos im Garten stehst, kommt hier ein ausführlicher Leitfaden – von der Vorbereitung bis zur Bildbearbeitung.
1) Wann funktioniert es wirklich?
Der wichtigste Faktor ist nicht deine Kamera – es ist das Wetter.
Gute Bedingungen
Temperaturen unter 0 °C, besser -3 bis -8 °C
Hohe Luftfeuchtigkeit (oft früh morgens oder nach Nebel)
Kaum Wind (Wind ist der Feind, weil er die Blase bewegt oder sofort platzen lässt)
Ein ruhiger, schattiger Platz, damit die Blase nicht zu schnell „wegläuft“
Warum manche Tage „nicht gehen“
Ist die Luft sehr trocken oder die Oberfläche zu warm, platzen die Blasen schneller, als Kristalle entstehen. Ist es zwar kalt, aber windig, bekommst du nur Frust und verwackelte Muster.
2) Die Seifenblasenmischung: So wird sie frostsicher
Normale Kinder-Seifenblasen funktionieren manchmal, aber wenn du zuverlässig Kristalle willst, lohnt sich eine eigene Mischung.
Bewährtes Grundrezept
250 ml Wasser (am besten destilliert)
2–3 EL Spülmittel (nicht zu aggressiv)
1 EL Glycerin (gibt Stabilität, macht die Haut „zäher“)
Optional: 1 TL Zucker (kann die Stabilität leicht erhöhen)
Alles vorsichtig verrühren (nicht schaumig schlagen) und am besten ein paar Stunden ruhen lassen.
Warum Glycerin so wichtig ist
Glycerin verlangsamt das Verdunsten und stabilisiert die Oberfläche. Dadurch hat die Blase Zeit, Kristalle zu bilden – statt sofort zu platzen.
3) Der perfekte Untergrund
Damit deine Blasen liegen bleiben und nicht sofort zerplatzen, ist der Untergrund entscheidend.
Sehr gut geeignet
Pulverschnee
Fleece, Wollstoff, Filz
Moos (wenn es frostig ist)
Raureif auf Holz oder einer Bank (vorsichtig – Kanten sind kritisch)
Eher schwierig
Glatte, harte Flächen (Glas, Metall) – zu kalt oder zu „scharf“
Nasse Flächen – die Blase läuft schneller weg
Mein Tipp: Lege ein Stück dunklen Stoff (Fleece) auf eine leicht erhöhte Stelle. Das gibt dir Ruhe, Kontrolle und einen sauberen Hintergrund.
4) Licht und Hintergrund: Der Look entsteht hier
Gefrorene Seifenblasen leben von Glanz, Struktur und einem ruhigen Bildaufbau.
Hintergrund
Je ruhiger, desto besser: dunkler Stoff, Schattenbereiche, weit entfernte Flächen
Für Bokeh: Abstand schaffen! Blase vorne, Hintergrund weit weg
Licht
Weiches Seitenlicht betont die Kristalle.
Direktes Sonnenlicht geht auch, ist aber heikel: Glanzstellen brennen schnell aus.
Ein kleiner Reflektor (oder ein weißes Blatt Papier) kann Schatten sanft aufhellen.
Extra-Effekt
Wenn du die Blase so positionierst, dass ein heller Bereich im Hintergrund liegt, bekommt sie oft einen wunderschönen „Halo“.
5) Kameraausrüstung: Was hilft wirklich?
Du kannst das mit fast jeder Kamera machen – der Unterschied liegt in Komfort und Trefferquote.
Ideal
Makroobjektiv (z. B. 90–105 mm) oder ein Tele mit kurzer Naheinstellgrenze
Stativ (gerade bei Detailaufnahmen)
Fernauslöser oder 2-Sekunden-Timer
Ein kleiner Windschutz (Körper, Jacke, Rucksack – simpel, aber effektiv)
Auch möglich
Standardzoom + Nahlinse
Smartphone mit Makromodus (bei gutem Licht erstaunlich stark)
6) Einstellungen: Schärfe, Details und Highlights im Griff
Hier gibt es kein „eine Einstellung für alles“, aber eine sehr zuverlässige Basis:
Startpunkt (Einzelaufnahme)
Modus: M oder Av
Blende: f/5,6 bis f/8 (bei Makro oft der Sweet Spot)
ISO: 100–400 (wenn möglich niedrig, aber nicht dogmatisch)
Zeit: 1/200 s oder kürzer, wenn Wind/Bewegung
Fokus: Einzelpunkt, manuell verschieben, oder manueller Fokus mit Lupe/Peaking
Wichtig: Belichtung
Die Blase hat helle Spiegelungen. Wenn die ausfressen, wirkt das Bild sofort billig.
Belichte eher leicht nach links (Highlights schützen)
Nutze, wenn vorhanden, Zebra oder Histogramm
Für mehr Schärfentiefe
Wenn du die komplette Blase knackscharf willst, kommst du oft an Focus Stacking nicht vorbei:
Blende nicht „einfach auf f/16“, sonst killt Beugung Details.
Lieber mehrere Fokuslagen bei f/5,6–f/8 und später stacken.
7) Der Ablauf draußen: So steigt deine Trefferquote massiv
Mischung einpacken, Handschuhe an, Standort vorbereiten
Untergrund positionieren (Fleece, Schnee, Moos)
Blase vorsichtig aufsetzen (nicht aus großer Höhe)
Kamera schon „ready“: Bildausschnitt, Fokus, Belichtung
Beobachten: Erst schillert sie, dann starten die Kristalle
Fotografieren in Phasen:
Phase 1: glatte Oberfläche (Spiegelungen, Farbverläufe)
Phase 2: Kristallbildung beginnt (die spannendsten Muster)
Phase 3: komplette Struktur (grafisch, „frostig“)
Wenn du wartest, bis alles vollständig gefroren ist, bist du oft schon zu spät – die schönsten Muster entstehen während der Kristalle „wachsen“.
8) Häufige Probleme und schnelle Lösungen
Die Blasen platzen sofort
Mehr Glycerin
Untergrund weicher machen
Weniger Wind
Mischung ruhen lassen
Keine Kristalle, nur matte Blase
Luft zu trocken oder nicht kalt genug
Versuch früher am Morgen
Schattiger Platz statt Sonne
Blase bewegt sich ständig
Stativ, kürzere Zeit
Windschutz bauen
Blase in eine kleine Mulde im Schnee setzen
Schärfe sitzt nie
Manuell fokussieren und mit Live-View-Lupe arbeiten
Fokuspunkt auf die Kristallkante, nicht auf die Spiegelung
Serienbilder: minimaler Fokus-Shift zwischen Aufnahmen
9) Bildbearbeitung: Natürlich, aber knackig
Gefrorene Seifenblasen profitieren von einer Bearbeitung, die Struktur und Mikrokontrast herausarbeitet, ohne dass es künstlich aussieht.
Guter Workflow (Lightroom / Camera Raw / Darktable)
Weißabgleich: leicht kühler wirkt stimmig, aber nicht „blau tot“
Highlights runter, Tiefen moderat hoch
Struktur/Texture vorsichtig anheben
Lokale Anpassung: Kristallbereich leicht aufhellen/kontrastieren
Schärfen mit Gefühl (Maskieren nutzen), Rauschen nur dezent
Wenn du stackst: Erst sauber ausrichten/stacken, dann final graden.
10) Kreative Ideen für Serien statt Einzelbilder
Triptychon: Phase 1, 2, 3 nebeneinander
Minimalismus: Eine Blase, viel negativer Raum, ruhige Farben
Gegensätze: Warmer Hintergrund (Holz) vs. kalte Kristalle
Makro-Details: Nur ein Ausschnitt der Blase – wirkt wie abstrakte Kunst
Story: Blase im Schnee mit Spuren, Handschuh im Bildrand, „Wintermorgen“-Gefühl
Fotoideen zum Nachmachen und Spaß haben
Das neue Jahr bietet erneut jede Menge Gelegenheiten, um die eigene Fotografie weiter zu entwickeln. In dem folgendem Video habe ich 5 Tipps und Tricks für euch, um eure Fotografie spannend zu halten.
Abschluss
Gefrorene Seifenblasen sind Winterfotografie in Reinform: kurz, unberechenbar, aber unglaublich belohnend. Wenn du dir Wetter, Mischung und einen ruhigen Untergrund sauber vorbereitest, steigt deine Erfolgsquote enorm – und du wirst merken: Jede Blase ist anders. Genau das macht den Reiz aus.
Damit endet auch schon wieder die erste Ausgabe des Newsletters im neuen Jahr. Aber keine Sorge, ein neues Jahr voller fotografischer Erlebnisse liegt vor uns und ich freue mich darauf, es mit euch zu erkunden.
Allzeit gutes Licht und immer spannende Motive vor der Kamera wüscht,
Thomas